Forschungsprojekte

Prof. Dr. Olaf Rank  Research - Consulting - Education

Forschungsschwerpunkte und Forschungsinteressen


Der Schwerpunkt meiner wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf der Erforschung wirtschaftlicher Strukturen. Das Sprektrum unterschiedlicher wirtschaftlicher Strukturen sowie die damit in Zusammenhang stehenden Forschungsfragen sind vielfältig:


  • Effektivität unternehmensinterner Kooperations- und Kommunikationsstrukturen sowie deren Determinanten
  • Verbesserung des Innovationspotezials von Unternehmen und Organsationen durch zielgerichtete Gestaltung der innovationsbezogenen Interaktionsstrukturen
  • Gestaltung unternehmensübergreifender Kooperationsformen und strategischer Allianzen
  • Zusammenhänge von Strukturen unterschiedlicher Analyseebenen (individuelle Ebene, Unternehmensebene, unternehmensübergreifende Ebene) und deren Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele
  • Entwicklung von Gestaltungsempfehlungen zur Verbesserung der Effektivität und Effizienz von Strukturen des öffentlichen Sektors wie beispielsweise des Systems der ambulanten Gesundheitsversorgung


Meine Forschungsprojekte werden regelmäßig mit bedeutenden Summen von bedeutenden Forschungsinstitutionen finanziell gefördert, zu denen insbesondere die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zählen. Daneben wurden Forschungsvorhaben in der Vergangenheit vom Innovationsfonds der Universität Freiburg sowie dem Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS) im Rahmen eines Senior Research Fellowships gefördert.


Die Bandbreite der bisherigen Forschungspartner ist groß. Sie reicht von großen, multinationalen Konzernen im In- und Ausland über klein- und mittelständische Unternehmen bis hin zu zahlreichen weiteren Institutionen. Zu diesen zählen neben vielen anderen eine Vielzahl deutscher Unternehmenscluster in High-tech Branchen und regionaler Wirtschaftsverbünde ebenso wie Einrichtungen des Gesundheitssektors, große Universitätskliniken oder Interessensverbände wie beispielsweise die Kassenärztliche Bundesvereinigung.


Bitte kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie mehr über meine Forschung erfahren wollen.













Aktuelle Forschungsprojekte


Determinanten der Kooperation zwischen Spitzenmanagern multinationaler Unternehmen


Die kooperative Interaktion zwischen den Spitzenmanagern eines Unternehmens stellt eine der zentralen Voraussetzungen für den Erfolg des Unternehmens dar. In multinationalen Großunternehmen stellt dabei die weltweite Verteilung der Standorte und damit der Einsatzorte der Manager eine zusätzliche Herausforderung dar, weil die Kommunikation über große geografische Distanzen und verschiedene Zeitzonen hinweg erfolgen muss. Darüber hinaus wird der kooperative Austausch durch den heterogenen kulturellen Hintergrund beeinfluss, dem die einzelnen Führungskräfte entstammen.


In diesem Forschungsprojekt werden erstmalig die relativen Einflüsse von drei unterschiedlichen Kategorien von Determinanten untersucht, die bislang in der Literatur weitgehend isoliert betrachtet wurden: Dabei handelt es sich um relationale, eigenschaftsbezogene und räumliche Determinanten der unternehmensinternen Kooperation zwischen Spitzenmanagern multinationaler Unternehmen.


Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass die geografische Entfernung trotz der Verfügbarkeit moderner Informations- und Kommunikationstechnologien einen unverändert starken Einfluss auf den kooperativen Austausch hat. Allerdings variiert die Bedeutung der geografischen Entfernung systematisch mit der Qualität der Kooperationsbeziehungen. Während kooperative Interaktion im Rahmen von Routineaufgaben nahezu ausschließlich durch die Entfernung erklärt werden kann, wählen Spitzenmanager ihre Kooperationspartner für einzigartige Problemstellung sehr viel sorgfältiger und auf der Basis eines ganzen Spektrums an Einflussfaktoren aus.



Netzwerkstrukturen in der ambulanten Gesundheitsversorgung


Im Rahmen der ambulanten Versorgung von Patienten ergeben sich kooperative Beziehungen zwischen Medizinern und Labors dadurch, dass Patienten die Behandlung von Erkrankungen häufig durch mehrere niedergelassene Mediziner und Labore erfolgt. Im Rahmen von Überweisungen wird das Krankheitsbild von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen in engem Austausch zunächst diagnostiziert und später behandelt, wobei eine erfolgreiche Behandlung den intensitven Austausch unter den beteiligten Medizinern sowie die Weitergabe gesundheitsbezogener Informationen erfordert.


Bislang ist weitgehend unklar, von welchen Determinanten sich die hieraus ergebende übergeordnete Struktur des ambulanten Gesundheitswesen abhängt und wie effektivv diese Netzwerkstruktur ist. Mit Blick auf gesundheitspolitische Fragen stellt sich dabei nicht nur die Frage nach einer Kenntnis der relevanten Einflussfaktoren verbunden mit der Möglichkeit einer zielgerichteten Beeinflussung der Strukturen. Ebenso bedeutsam ist die Anpassung gesetztlicher Vorgaben sowie eine damit einhergehende Weiterentwicklung der relevanten Anreizstrukturen. Dementsprechend wird seit vielen Jahren diskutiert, ob die freie Arztwahl durch die Patienten oder das sogenannte Hausarztsystem, bei dem ein zentraler Mediziner über die Weiterleitung eines Patienten zu einem Kollegen entscheidet, den Zielen einer bestmöglichen und zugleich kosteneffektiven Versorgung von Patienten besser Rechnung trägt.



Formale und informelle Vernetzung in der Krebstherapie


Die Behandlung von Tumorerkrankungen in Kliniken der Spitzenversorgen erfordert das Zusammenwirken von Medizinern unterschiedlicher Fachrichtung. Um diese interdisziplinäre Kooperation zu fördern, haben viele Kliniken mit der Etablierung spezialisierter Tumorboards formale Einheiten geschaffen, in denen die Behandlung einzelner Patienten durch sämtliche beteiligten Fachrichtungen der Klinik besprochen und koordiniert wird. Neben den zu erwartenden direkten positiven Effekten hinsichtlich einer umfassenden Behandlung von Krankheitsbildern ist zu vermuten, dass die gemeinsame Mitgliedschaft von Medizinern in Tumorboards auch einen indirekten positiven Effekt hat, weil sich die einzelnen Ärzte auch auf einer informellen Ebene und damit jenseits der eigentlichen Aktivität innerhalb der Tumorboards stärker austauschen.


Während der Hauptnutzen von Tumorboards in Form einer strukturierten Besprechung der Behandlungsfälle sowie einer koordinierten Therapie der Patienten praktisch außer Frage steht, ist weitgehend unklar, wie groß ein möglicher Zusatznutzen dieser Tumorboards ist, der sich aus einer Intensivierung der informellen Vernetzung von Klinikärzten ergibt.


Mit dieser Studie soll untersucht werden, wie groß die formale und informelle Nutzenwirkung von Tumorboards hinsichtlich der erfolgreichen Behandlung von Krebserkrankungen ist und mit Hilfe welcher Maßnahmen die informelle Vernetzung von Klinikärzten weiter verbessert werden kann.

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