Orgitecture

Orgitecture - Integrierte Organisations- und Architekturberatung

Orgitecture verbindet Organisationsgestaltung und -beratung mit den Themen Architektur und Spatial Design. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass zwischen Unternehmensstrategien, Organisations- und Kooperationsstrukturen einerseits und den räumlichen Gegebenheiten - also verfügbaren Flächen und deren Anordnung in Büro- und Produktionsgebäuden - andererseits enge Wechselwirkungen bestehen. Die Optimierung betrieblicher Prozesse erfordert daher eine konsequente Verzahnung räumlicher und unternehmensstruktureller Aspekte. In diesem Zusammenhang lassen sich zwei Gestaltungsansätze voneinander unterscheiden:


1. Neubau - Raum folgt Organisation

Neubauten orientieren sich häufig vorrangig an ästhetischen Gesichtspunkten und einem ansprechenden Design. Im gewerblichen Bau sollten jedoch auch Prinzipien wie Lean Management und Lean Production in die Planung einfließen. Durch eine konsequente Ausrichtung an den Prozessen der Leistungserbringung lassen sich innerbetriebliche Wege verkürzen,  Durchlaufzeiten minimieren und Herstellungskosten reduzieren. Allerdings wird dabei oft übersehen, dass ein wesentlicher Teil der betrieblichen Wertschöpfung nicht strikt den formalen Aufbau- und Prozessstrukturen folgt. Stattdessen entstehen im Arbeitsalltag netzwerkartige Interaktionen zwischen Mitarbeitenden und Unternehmenseinheiten, die sich über die Zeit bewähren - und die häufig deutlich von den offiziellen Organisationsstrukturen abweichen.


Eine nachhaltige Optimierung betrieblicher Abläufe berücksichtigt daher sowohl die formalen Strukturen als auch die tatsächlichen Kooperationsmuster. Auf dieser Basis kann die räumliche Gestaltung von Büro- und Produktionsflächen gezielt an der Interaktionsintensität ausgerichtet werden: Mitarbeitende und Teams, die eng zusammenarbeiten, werden räumlich näher zueinander positioniert - während Einheiten mit geringerer Interaktion weiter voneinander entfernt angeordnet werden.


2. Sanierung und Umbau - Organisation folgt Raum

Bei der altersbedingten Sanierung oder Erweiterung bestehender Gebäude gilt im Gegensatz zu Neubauten eine umgekehrte Logik. Das vorhandene Bauwerk bildet den räumlichen Rahmen und die strukturelle Grenze für organisatorische Anpassungen.

Wenn Fläche und Geschossanzahl bestehender Büro- oder Produktionsgebäude nicht veränderbar sind, muss sich die Organisation den räumlichen Gegebenheiten anpassen. Dies erfolgt zunächst durch die Neugestaltung betrieblicher Prozesse, um Durchlaufzeiten innerhalb der gegebenen Flächenstrukturen zu minimieren. Gleichzeitig ist es entscheidend, auch die tatsächlichen Interaktionsmuster zwischen Mitarbeitenden zu berücksichtigen – denn räumliche Barrieren wie lange Wege, Treppenhäuser oder getrennte Gebäudeteile können die Kooperation erheblich beeinträchtigen.


Gemeinsam mit unserem Partner Architektur3 - Planungs- und Architekturbüro bieten wir Ihnen eine integrierte Optimierung Ihrer organisationalen Prozesse, indem wir Organisationsberatung und bauliche Planung zu einem ganzheitlichen Ansatz verbinden. Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Methoden analysieren wir Ihre Organisationsstrukturen und betrieblichen Abläufe und gleichen diese mit der räumlichen Gestaltung sowie der Anordnung Ihrer Wertschöpfungsaktivitäten ab. Ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Konzepten wie Lean Managementoder Lean Productionliegt in der Einbeziehung realer Interaktionsnetzwerke in die Planung Ihrer Büro- und Produktionsgebäude. Durch die Verbindung von Organisationswissenschaft und Architektur entstehen Lösungen, die strukturelle und räumliche Anforderungen optimal aufeinander abstimmen – und so zu nachhaltigen Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen in Ihren Leistungsprozessen führen.